Henry Köhler war natürlich der Meinung, so einen modernen Schnickschnack wie eine eigene Website bräuchte er nicht. Ich als seine PR-Beraterin überzeugte ihn vom Gegenteil. Und als sie fertig war, war er dann doch ein wenig Stolz.

 

Den nachfolgenden Text schrieb mein Mann als wir diese Website gemeinsam einrichteten. Der Text lässt ein wenig von Henrys Charakter erahnen, von seinem subtilen Humor und von seiner Leidenschaft für den Film. Ich höre ihn reden, wenn ich diesen Text lese, höre sogar die Pausen, die er dramaturgisch so perfekt setzen konnte.

 

"Irgendwann um das Jahr 1974 drehte ich meinen ersten Film. Es wurde ein epochales Werk über den Tierkindergarten im Leipziger Zoo. Der Streifen gilt als verschollen. Ich war zehn Jahre alt und Jungkameramann in einem Amateurfilmstudio für Junge Pioniere. Die Liebe zum Film wurde mir quasi in die Wiege gelegt, denn mein Vater war zwanzig Jahre zuvor auch Kameramann in dem gleichen Studio gewesen.


Heute drehe ich immer noch Filme und die meisten davon kann man sich öffentlich ansehen, denn es ist mein Beruf geworden. Seit 1992 bin ich als Autor und Regisseur für das Fernsehen tätig. Mein Schwerpunkt sind historische Dokumentationen. Von diesen Filmen möchte ich hier erzählen. Von alten und von neuen."

 

Henry kam nicht mehr dazu, hier von seinem Film zu berichten. Denn am 20. Juni 2013 starb Henry Köhler  bei einem Verkehrsunfall bei Dessau. Zusammen mit ihm kamen auch sein Vater, der Kameramann Manfred Köhler, und ihr langjähriger Kollege Andreas Walter ums Leben. Die drei Männer kamen von einem Dreh in Thüringen. Henry wird in seinen Filmen weiterleben. Denn Filme waren sein Leben.

 

Diese Website erinnert an das Filmschaffen des wunderbaren, klugen und humorvollen Geschichtenerzählers Henry Köhler. 

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